Die Leiche des 37-jährigen Rumänen hatte bereits mehrere Tage im Wasser gelegen, als ein Spaziergänger am 19. August 2025 die fürchterliche Entdeckung machte. Der Mann sprang ins Wasser der Neuen Donau, zog den leblosen Körper, der bereits Verwesungsspuren aufwies, in eine Bucht. Eine Schwimmerin alarmierte die Polizei.
Rund ein Jahr später müssen sich jene Männer vor Gericht in Wien verantworten, die für den Tod des Rumänen verantwortlich sein sollen: Es handelt sich um zwei Polen im Alter von 43 und 44 Jahren, beide obdachlos.
Am ersten Prozesstag hatte ein Angeklagter die Tat bestritten, der andere räumte ein, auf das Opfer eingeschlagen zu haben. Danach hätte der andere ihn zum Wasser gezogen, um ihn zu waschen. Tatsache ist, dass das Opfer ertrank. Im Anschluss gingen die Männer schlafen.
Malträtiert
Laut einem gerichtsmedizinischen Gutachten wies die Leiche 14 Rissquetschwunden im Kopf- und Schädelbereich sowie Knochenbrüche auf. Das Ertrinken dürfte mehrere Minuten gedauert haben. Das Opfer dürfte nicht mehr bei Bewusstsein gewesen sein, als es unterging.
Am zweiten Prozesstag kommt eine Zeugin zu Wort. Es handelt sich um die damalige Freundin eines Angeklagten. Ihr gegenüber soll der 44-jährige Pole zugegeben haben, der Dritte hätte das Opfer „ins Wasser getaucht, bis er nicht mehr geatmet hat.“ Dass auch der Ex an der Tat beteiligt gewesen sein soll, nimmt die Frau mit. „Für mich ist das unfassbar, weil ich es ihm eigentlich nicht zutraue.“ Der Mann sei ihr gegenüber nie aggressiv gewesen.
Vom Vorfall selbst habe sie nichts mitbekommen, erklärt sie. Sie habe geschlafen. Davor war reichlich Wodka konsumiert worden. Das spätere Opfer sei dazu gestoßen, habe schon davor unter anderem „einen Gugelhupf“ gebracht.
Urteile: Einmal 20 Jahre Haft, einmal lebenslang; nicht rechtskräftig.